WARUM STIHL.

„Ich bin sehr glücklich, dass ich hier unterschrieben habe.“

„Woran arbeiten Sie heute noch, Frau Jung?“ – „Ach, nichts Besonderes. Ich versuche, einen Roboter zum Laufen zu bringen.“

Walle! walle! Wehe! wehe! Was für eine Vision: Motorsägen, die durch den Wald tänzeln und wie von Geisterhand gesteuert ihr Sägewerk verrichten, fast so wie der alte Besen aus Goethes „Zauberlehrling“. Aber gemach, gemach: „Eine STIHL Motorsäge“, warnt Stephanie Jung vor allzu großem Machbarkeits-Optimismus, „werden Sie auch künftig fest in der Hand halten.“

Stephanie Jung mit einer Werkstudentin im STIHL Werk.

Ganz anders auf Stephanie Jungs Home Turf, bei den elektronischen Helfern im heimischen Garten: Gemeinsam mit ihrem Team ist sie dabei, für das STIHL Segment „Smart Gardening“ ein ganzes Portfolio intelligenter und vernetzter Gartengeräte heranzuzüchten. Den Robotermäher iMow hat das Unternehmen ja schon im Sortiment, wenn auch bis Ende 2018 noch unter der Marke Viking. In der nächsten Generation werden die Mäher vielleicht über den Rasen schnurren, ohne dass zuvor Drähte in der Erde verlegt werden müssen.

„Wir haben eine Menge Ideen, welche roboterisierten Gartengeräte man sich noch vorstellen könnte“, erzählt die 26-Jährige, die ihren Master in Elektrotechnik am renommierten Karlsruher Institut für Technologie abgelegt hat: Kehrmaschinen für die Terrasse, Heckentrimmer, Mini-Schneepflüge – „eigentlich bieten sich Robotik-Anwendungen für all die Gartenarbeiten an, die man nicht so gern macht oder die schwer fallen, weil man körperlich nicht mehr ganz so fit ist.“ Und natürlich lassen sich derartige Geräte, etwa Bewässerungssysteme und Mähroboter, auch vernetzt zum Arbeitseinsatz delegieren: „Dann weiß der Rasenmäher zum Beispiel, dass er, sobald ich anfange, die Rasenflächen zu bewässern, im Schuppen bleiben muss.“

Stephanie Jung ist im Büro mit Kollegen im Gespräch.

Stephanie Jung stieß durch eine Stellenausschreibung auf das Unternehmen. Robotik und Navigation, „ist ja interessant“, habe sie gedacht. Und gar nicht gewusst, „dass die in dem Bereich überhaupt unterwegs sind“. STIHL – das war für die Hochschulabsolventin einfach DIE Motorsäge.

Schon nach dem ersten Gespräch bei STIHL war ihr klar, dass sich ihr und ihrem Team – das es zu diesem Zeitpunkt nur als Idee gab – die Chance bieten würde, etwas völlig Neues aufzubauen. Sie stellte die Jobsuche sofort ein und unterschrieb. „Und ich bin sehr glücklich, dass ich das getan hab’“, sagt sie heute, ein Jahr später. „Wir hatten am Anfang nicht viel mehr als ein weißes Blatt Papier vor uns und mussten uns von Grund auf überlegen, welche Geräte wir uns überhaupt vorstellen können und wie sie miteinander kommunizieren sollen.“ Etliche Kommilitonen, die zu Daimler oder Bosch gegangen sind, landeten in bereits bestehenden Gruppen, „da haben sie nur einen ganz kleinen Aufgabenbereich, der im gesamten Produkt letztlich untergeht“.

Stephanie Jung arbeitet in der Robotik den iMow.

Was ein guter Arbeitstag ist? „Wenn ich produktiv war und ein Problem gelöst hab.“ Das kann ein Sensor sein, der wochenlang nicht funktionieren wollte. Und auf einmal geht’s. „Wenn ich etwas geschafft habe, das ich mir vorgenommen habe, dann gehe ich zufrieden nach Hause“, sagt Stephanie Jung. „Und von diesen Tagen gibt es hier eine ganze Menge.“