WARUM STIHL.

„Also helfen wir ihnen dabei.“

Frau Heintz, woran arbeiten Sie im Moment?

Heintz: Wir führen gerade gemeinsam mit unserem Web-basierten B2B-Händler-Shop einen globalen SAP-Roll-out für unsere Vertriebsgesellschaften durch. Das ist ein Riesenprojekt, denn immerhin sind wir mit dem Roll-out derzeit in 35 Ländern aktiv. Die Vertriebsgesellschaften sind keine kleinen Büros, sondern, je nach Land, große Firmenniederlassungen mit eigenen Lagern und Logistik, Finanzabteilungen und eigenem Vertrieb und Marketing und somit vollumfänglich für den jeweiligen Markt verantwortlich. Das ist enorm vielschichtig. Nebenbei starten wir auch unseren geschlossenen B2B-Webshop neu, über den unsere internationalen STIHL Händler bestellen und After Sales Service Prozesse wie zum Beispiel Garantieabwicklungen durchführen. Ein großer Teil der Händlerschaft sind kleinere und mittelständische Firmen, die nicht die Möglichkeit haben, über große IT-Integrationen nachzudenken. Also helfen wir ihnen dabei. Schließlich machen wir einen großen Teil des Umsatzes über dieses Portal.

Zahlt sich Ihr Engagement für die Kunden aus?

Auf jeden Fall. Außerdem hilft es uns, mehr Web-Kompetenz im eigenen Haus aufzubauen. Früher haben wir digitale Projekte Agenturen übergeben, doch dafür ist das Thema mittlerweile einfach zu wichtig. Wenn wir mit E-Business-Anwendungen auch in Zukunft erfolgreich sein wollen, muss es uns gelingen, Innovationen in diesem Bereich schneller umzusetzen – und das geht nicht nebenbei. Noch sind wir in meiner Abteilung zu viert, aber wie es aussieht, werden wir Ende dieses Jahres acht sein.

Natalie Heintz steht im STIHL Werk in Waiblingen.

Wen suchen Sie für Ihr Team?

Es kommt immer auf die Mischung an. Zur Unterstützung der aktuellen Roll-outs habe ich vor allem Leute gesucht, die sich im Unternehmen auskennen, technologisch fit sind und international auftreten können. Einer meiner Mitarbeiter ist erst 22, aber er hat bei STIHL sein Duales Studium im Fach Wirtschaftsinformatik absolviert und war für uns in einem der Praxissemester drei Monate auf den Philippinen – jetzt managt er die Roll-outs. Gerade ist er in Neuseeland, um dort einen „Go-Live“ zu begleiten – so nennen wir die Phase, wenn ein neues IT-System das erste Mal produktiv für die Nutzer zugänglich ist. Danach fliegt er weiter nach Mexiko. Doch ich suche genauso nach Menschen, die möglicherweise einen weniger tiefen technischen Background haben, sich dafür aber vielleicht im Bereich E-Commerce auskennen.
Wir brauchen Mitarbeiter, die mit den Fachbereichen reden und deren Anforderungen verstehen können, die aber auch in der Lage sind, später die Umsetzung zu managen. Und nicht zuletzt müssen sie zu uns passen: Menschen, die freundlich sind, nicht auf den Kopf gefallen und in der Lage, eine gute, partnerschaftliche Team-Atmosphäre zu schaffen.

Natalie Heintz erklärt dem Kollegen etwas am Bildschirm.

Von der guten Atmosphäre sprechen hier alle. Gibt es noch etwas anderes, das STIHL auszeichnet?

Selbstverständlich! Zum Beispiel unsere Investitionskraft. Man findet nicht viele Unternehmen, die so viel investieren wie STIHL. Und das nicht nur in die IT, sondern auch in andere Bereiche. Manche Start-ups mögen kreativer wirken, cooler oder freier, aber einen so solide aufgestellten, potenten Arbeitgeber findet man nicht überall. STIHL ist ein Familienunternehmen – und die Familie ist sehr daran interessiert, dass das Geschäft auch noch in Zukunft brummt.
Natürlich müssen wir erklären, warum sich unsere Projekte irgendwann bezahlt machen werden. Aber wir müssen uns nicht hinstellen und behaupten: Das Ding hat sich innerhalb eines Jahres amortisiert. Und wenn ein Projekt erst mal Priorität hat, wird nicht jeder Cent zweimal umgedreht. So was macht einfach Spaß und eröffnet Gestaltungsräume.