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WARUM STIHL.

„Wenn das Produkt richtig gut werden soll, müssen wir die Elektronik selbst entwickeln.“

Seit 14 Jahren steckt Kay Gurr seine Energie in die Elektronikentwicklung und bringt mit seinen Teams immer wieder gute Ideen in Serie.

„Wo ist denn da der Auspuff?“ – als Kay Gurr 2008 als Werkstudent im Bereich Akku & Elektronik anfing, fiel der Spruch häufig. Damals tüftelte eine kleine Truppe an neuen Akkuprodukten. Gerade einmal zwei Elektroingenieure befanden sich in dem zehnköpfigen Team. Stunde Null. Der Auftakt einer neuen Antriebstechnologie im Hause STIHL. Und Gurr mittendrin.

Was mit einer „Jugend forscht“-Mentalität begann, ist heute das am stärksten wachsende Segment bei STIHL. Entsprechend groß ist der Entwicklungsbereich. Allein in der Abteilung Elektronik für Akkuprodukte arbeiteten zu Gurrs Anfangszeit rund 50 Spezialisten. Er und sein Team waren für die Batteriemanagementsysteme in den Akkupacks zuständig. Und die Konnektivität: „Alles was per Bluetooth funkt, kam von uns.“ Über 50 Akkuprodukte bietet STIHL mittlerweile an. Innerhalb einer Produktfamilie sind alle Maschinen, Akkupacks und Ladegeräte voll kompatibel. Der neueste Clou: der STIHL AR 3000 L mit höherer Abgabeleistung und einem Energieinhalt von 1,5 Kilowattstunden – das leistungsstärkste, was STIHL im Sortiment hat.

Entwicklungsingenieur Kay Gurr im Gespräch mit zwei Kollegen bei STIHL.

Energie hat der Familienvater ebenfalls reichlich. Seit 14 Jahren pendelt er zwischen seinem Heimatort Heilbronn und Waiblingen hin und her. Nachdem er seine Bachelorarbeit bei STIHL geschrieben hatte, stieg er 2010 als Entwicklungsingenieur fest ein. Berufsbegleitend absolvierte er ein Master-Studium zum MBA. Anschließend folgte der Aufstieg zum Gruppenleiter im Bereich Akku- und AC/DC-Elektronik. Und weil Gurr gerne „was in Serie bringt“, übernahm er parallel noch die Projektleitung für das erste smarte Produkt. „In der Summe ganz schön herausfordernd“, bezeichnet er die Doppelrolle im Nachhinein, zumal in dieser Phase auch seine zweite Tochter auf die Welt kam.

Kay Gurr mit einem Familienfoto.

Seit April 2022 ist Kay Gurr Abteilungsleiter der Elektronikentwicklung. Zuvor war er ein Jahr Gruppenleiter in der Systemarchitektur. „Das war fachlich eine spannende Herausforderung für mich, da ich es auf einmal mit dem gesamten technischen und funktionalen Innenleben einer Maschine zu tun hatte.“ Sein Herz schlägt jedoch für die Elektronik. Deshalb musste er nicht lange überlegen, als die Stelle des Abteilungsleiters vakant wurde.

Auch wenn Kay Gurr längst nicht mehr „Technik im Detail“ macht, kann er „sehr viel gestalten“, wie er selbst sagt. Relativ am Anfang seiner Laufbahn stellte er fest, dass ihm die Projektsteuerung liegt. Strategische Roadmaps entwickeln, Prozesse optimieren, mit Schnittstellen zusammenarbeiten, dafür sorgen, dass alles termingerecht abgeliefert wird, dafür hat er ein Händchen. Und vor allem: Es macht ihm Spaß. Als Abteilungsleiter ist er für 4 Gruppen zuständig, insgesamt 40 Mitarbeitende. „Ich schaue, dass mein Kalender voll und der meiner Mitarbeitenden möglichst leer ist, damit sie fokussiert arbeiten können und sich nicht mit Unklarheiten rumschlagen müssen.“

Kay Gurr in einem STIHL Testlabor.

Vom Kabel zur Batterie, vom Entwickler zur Führungskraft – in den Jahren, die Kay Gurr bei STIHL arbeitet, ging es für ihn immer voran. „Solange ich etwas bewegen und mich weiterentwickeln kann, bleibe ich bei STIHL“, davon ist er überzeugt. Ob es irgendetwas gibt, das ihm nicht so gefällt? Gurr überlegt: „Vielleicht die fehlende Autobahnanbindung.“