WARUM STIHL.

„Elektrotechnik ist super interessant.“

„Abi an der Waldorfschule – und jetzt Wirtschaftsingenieurwesen mit Vertiefung Elektrotechnik? Vielleicht hat sie das gerade neugierig gemacht, als ich mich hier aufs Duale Studium beworben habe. Oder dass ich während der Schulzeit drei Jahre lang Blumen verkauft habe, immer samstags auf dem Markt. Oder das Sozialpraktikum in Lübeck und das auf einem Ökobauernhof in der Karibik.

Dual Studierende mit Kollegen am Tisch in der Entwicklung.

Ich weiß es nicht. Jedenfalls gab es 2016 nach dem üblichen Bewerbertag noch offene Plätze und daher einen weiteren Bewerbertag – am 23. Dezember, direkt vor Heiligabend. Ich habe eine Bioklausur dafür abgesagt und am 2. Weihnachtstag nachgeschrieben. An die Note erinnere ich mich gar nicht mehr, der Bewerbertag war wichtiger. Und da hast du sofort gemerkt, dass das mit dem guten Betriebsklima stimmt.

Das steht ja im Internet-Auftritt vieler Firmen. Drei Assessment-Center habe ich mitgemacht – und da war das mit dem guten Klima eher heiße Luft. Aber hier war die Atmosphäre gleich freundlich. Schon „Bewerbertag“ klingt viel netter, oder? Und Herr Kahn von der Ausbildung hat nicht vorausgesetzt, dass man das gesamte Unternehmen auswendig kennt, sondern hat STIHL erst einmal ausführlich vorgestellt. Das finde ich einfach höflich und irgendwie … wertschätzend, ja, das ist es. Und dieses Gefühl hat sich im Vorstellungsgespräch fortgesetzt. Sehr angenehm war das. STIHL ist zwar ein Haus von Weltrang, aber es ist zugleich wirklich ein Familienunternehmen.

Katja Ehrenfeuchter steht am Tisch in der Elektrotechnik.

Jetzt bin ich ein gutes halbes Jahr hier und muss sagen: Elektrotechnik ist super interessant. Ich bin neugierig, und ich mag diesen Wechsel von Studium und Anwendung. Das macht auch Sinn, das ganze Wissen zu nutzen und gleich anzuwenden, die Prozesse zu digitalisieren und in Richtung Industrie 4.0 zu gehen. Wir sind 23 in unserem Kurs, davon drei mit Vertiefung E-Technik – und alles Frauen!

Seit Donnerstag sitze ich an einer Excel-Tabelle zur Terminologie. Wir sollen in Gebrauchs- und Reparaturanleitungen nämlich immer dieselben Wörter verwenden – zum Beispiel einheitlich, „Motorsäge“ statt „Kettensäge“. Das gilt für alle Bauteile, also prüfe ich die Begriffe. Dann sind sich immer alle sicher, was gemeint ist. Heute Abend? Fahre ich zum Training. Basketball bei Rot-Weiss Stuttgart. Ja ich weiß, ich bin klein. Aber als ich in der 5. Klasse damit angefangen habe, war ich noch die Zweitgrößte. Ich bin wohl nicht mehr gewachsen seitdem.“