WARUM STIHL.

„Die hab‘ ich unterschätzt.“

Die Idee …
… zu einer Kooperation mit STIHL entstand Anfang 2017 im Rahmen von Activatr, einem Programm, bei dem Gründer und Mitarbeiter etablierter Firmen in Teams innovative Geschäftsmodelle entwickeln sollen, die Grundlage von Start-ups sein können. Aus einer mehrwöchigen Projektphase, unter anderem mit zwei STIHL Mitarbeitern, entstand die ursprüngliche Idee für unsere Firma. Seit Februar dieses Jahres ist STIHL an unserem Start-up beteiligt.

Jan Schurkus vom Start-up Freiraum läuft in einer Allee.

Unser Produkt …
… ist eine digitale Austauschplattform namens MemoMeister. Sie hilft Handwerksbetrieben, die tägliche Flut an betrieblichen Informationen zu bewältigen. Der Monteur kann – per Text oder Sprachnachricht – direkt auf der Baustelle dokumentieren, welche Arbeiten erledigt wurden, was noch zu tun ist und welche Probleme aufgetaucht sind. Das erleichtert den Informationsaustausch zwischen den Mitarbeitern und Firmenbüros, aber auch zwischen verschiedenen Handwerksbetrieben, die auf derselben Baustelle arbeiten. Wenn beispielsweise die Elektriker und Sanitärinstallateure fotografieren, wo sie in der Küche Strom- und Wasserleitungen verlegt haben, wissen die Leute von der Küchenbaufirma eine Woche später, dass sie dort auf keinen Fall Löcher in die Wand bohren dürfen.

Das Team vom Start-up Freiraum steht gemeinsam am Stehtisch.

Digitale Kommunikation ist auf Baustellen eigentlich nichts Neues. Die Informationen fließen heute aber oft über WhatsApp oder ähnliche Kanäle. Und da fliegen berufliche und private Chats wild durcheinander, so dass man kaum eine Chance hat, bestimmte Infos zu finden. MemoMeister bietet eine übersichtliche Projektstruktur mit Ordnern, Unterordnern und Filtern wie etwa „defekte Geräte“. So weiß zum Beispiel die Werkstatt eines Gartenbau-Unternehmens sofort, welche Rasenmäher, Trimmer oder Häcksler repariert werden müssen.

Die Freiheit …
… war für uns die Grundbedingung für eine Kooperation mit STIHL. Das Unternehmen war bislang sehr auf seine Produkte fokussiert – da wäre es ja durchaus naheliegend zu sagen, wir könnten feine produktnahe Dienstleistungen entwickeln, beispielsweise ein Geräteflottenmanagement für Forstwirte oder Gartenbaufirmen. „Aber dafür sind wir nicht die Richtigen“, haben wir gleich gesagt. „Wenn ihr so etwas wollt, dann macht ein internes Start-up mehr Sinn.“

Start-up Leiter Jan Schurkur läuft durch die Stadt.

Natürlich denkt STIHL auch an neue Services, die bislang nicht zum Portfolio gehören, die man dem Kunden künftig anbieten könnte. Aber das Unternehmen hat uns bei der Entwicklung von MemoMeister freie Hand gelassen. Die Freiraum GmbH muss sich tragen, und zwar ganz unabhängig von der Produktwelt und den klassischen Zielgruppen von STIHL. Die Kunden von MemoMeister kommen primär aus dem Baugewerbe, wie Sanitär, Heizung, Elektro und Klima – also aus Branchen, mit denen STIHL bislang nicht so viel zu tun hatte. Aber natürlich haben wir auch einige Kunden aus dem Garten- und Landschaftsbau.

STIHL ist …
… vielleicht nicht unbedingt als Pionier im Bereich Digitalisierung bekannt. Aber wenn die Entscheider dort erst einmal überzeugt sind, dann sind sie zu hundert Prozent dabei und lassen sich nicht vom Weg abbringen. Vorher dachte ich immer: Der STIHL – das ist so ein leicht verstaubter Mittelständler. Heute muss ich sagen: Die hab‘ ich unterschätzt.“