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WARUM STIHL.

„Jeder in unserem Viertel wollte unsere Säge ausleihen.“

„Ich komme aus Ulan-Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Nach der Schule war ich Au-pair-Mädchen in Ingelheim am Rhein. Mein Gastvater war Wirtschaftsinformatiker – die Kombi aus Informatik und BWL fand ich sofort toll.

Danach habe ich erst mal das Abi nachgeholt. Ich wollte unbedingt an einer deutschen Uni studieren. Zuerst habe ich mich für den Studiengang technisch orientierte BWL an der Universität Stuttgart eingeschrieben. Das hat mir eigentlich gut gefallen, aber weil ich einen Abschluss als Ingenieurin wollte und in Stuttgart nur Bachelor of Science werden konnte, bin ich an die Hochschule Esslingen gewechselt. Die Marke kenne ich noch aus meiner Heimat. Mein Vater hatte eine STIHL Motorsäge. Das hieß schon etwas, jeder in unserem Viertel wollte sie ausleihen. Beim Gebrauch war die Säge sehr laut, aber Angst hatte keiner: Ein deutsches Produkt, das galt als sicher.

Studierende in einer Besprechung im STIHL Werk.

Vielleicht war es ja das kleine gedruckte „Made in Germany“ auf der Säge, das mich auf die Idee gebracht hat, für ein Au-pair-Jahr nach Deutschland zu gehen? Ganz sicher hat das Logo aber dafür gesorgt, dass ich mich hier für mein Pflichtpraktikum und später auch als Werkstudentin beworben habe.

Ich bin dem Bereich Unified Communication zugeordnet. Das ist die Abteilung, die dafür sorgt, dass die technische Basis für die Kommunikation im Unternehmen funktioniert – über alle Standorte, Schnittstellen, Standards und Länder hinweg. Wir sind rund 120 ITler, das Team ist sehr international besetzt.

Studierende Erdenetsetseg Erdenebileg in der STIHL Kantine.

Konkret beschäftige ich mich zurzeit damit, unsere Videokonferenz-Anlage in ein neues System zu migrieren. Erfolgreich bin ich dann, wenn die Kollegen nichts von meiner Arbeit im Hintergrund merken. Ich fühle mich hier wohl. Die gesamte Kultur ist locker und entspannt. In unseren Abteilungen duzen sich fast alle, und wenn ich gute Argumente habe, werde ich auch als Werkstudentin gehört.

An das Großraumbüro musste ich mich allerdings erst gewöhnen, das kannte ich vorher nicht. Inzwischen liebe ich es. Es ist viel besser, als in einem Einzelbüro zu sitzen. Wenn man mal nicht weiter weiß, kann man eine Frage einfach in den Raum rufen. Einer hilft immer.“