WARUM STIHL.

„Alle fünf Jahre brauche ich eine Veränderung.“

„Zu STIHL bin ich als studentischer Mitarbeiter des Karlsruher Instituts für Technologie gekommen, das damals im Auftrag der Firma effiziente Verbrennungsmotoren entwickeln sollte. Später, als Hauptabteilungsleiter Antriebsentwicklung bei STIHL, habe ich dann genau jenen Trennschleifer mit elektronisch geregelter Einspritzung zur Marktreife gebracht, über den ich meine Promotion verfasst hatte.

Tim Gegg arbeitet mit einem Team im Bereich Digitalisierung.

Seit ein paar Monaten aber leite ich, der promovierte Maschinenbauer, nun das STIHL Digital Competence Center, das alle Abteilungen in Sachen Digitalisierung unterstützt. Für mich war das zunächst Neuland, ich komme ja aus der Produktentwicklung. Im Grunde war mein Wechsel ein bisschen so, als würde man einen erprobten Diesellok-Konstrukteur mit der Entwicklung der Raketen von SpaceX beauftragen. Trotzdem war das radikale Umsatteln toll – für mich selbst, aber ich hoffe auch für unser Unternehmen.

Tim Gegg auf einem Holzstamm neben einer Motorsäge.

Sehr bald werden wir mit „STIHL Connect“ ein Modul präsentieren, das sich jedem Gerät von uns applizieren kann und per Smartphone mit der Cloud verbinden lässt. Auf diesem Weg kann ein Forstwirt beispielsweise überprüfen, wie lange seine Sägen laufen und wann ihre Luftfilter ausgetauscht werden müssen. Und ich bin mir sicher: Schon bald werden Motorsägen nach einem Arbeitsunfall automatisch ein Notrufsignal absetzen und Rasenmäher ihre Mähleistung dem zu erwartenden Wetter anpassen.

Tim Gegg erklärt seinem Team etwas über Digitalisierung.

Mit unserer kleinen Truppe sind wir im Unternehmen so etwas wie eine temporäre Feuerwehr. Wir werden immer dann gerufen, wenn ein Team Unterstützung bei digitalen Projekten braucht. „Wir“, das sind aktuell zwei STIHL Kollegen. Hinzu kommen sieben studentische Hilfskräfte. Denn wenn ich eines an der Uni gelernt habe, dann das: Sobald es darum geht, etwas Neues in die Welt zu bringen, sind der Esprit und das Engagement von Studenten unschlagbar.

Tim Gegg sitzt auf einem Tisch vor einer Wand voller Karten.

Ich bin hier im Haus immer sehr stark gefördert und gefordert worden. Meine erste Präsentation vor Hans Peter Stihl durfte ich halten, als ich gerade acht Wochen im Unternehmen war. Wer eine gute Idee hat, findet hier immer auch einen Weg, sie umzusetzen.

Was ich in fünf Jahren machen werde? Keine Ahnung, vielleicht bin ich dann im Produktmanagement, vielleicht im Marketing, vielleicht ganz woanders. Ich weiß nur, dass ich mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht mehr im Digital Competence Center sein werde, ich suche mir im Grunde alle fünf Jahre eine neue Herausforderung. Regelmäßige Veränderungen sind mir wichtig. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich noch hier im Hause sein werde.“