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WARUM STIHL.

„Ich glaube nicht, dass das bei anderen Unternehmen überhaupt möglich gewesen wäre.“

Benjamin Henn, Sie haben Ihre Masterarbeit bei STIHL geschrieben und sich mit Ihrem Thema im wahrsten Sinne des Wortes einen Namen gemacht. Ein Kommunikations-Tool wurde nach Ihnen benannt. Wie ist es dazu gekommen?

Tja, um ehrlich zu sein, ganz unverhofft (lacht). Beworben hatte ich mich bei STIHL eigentlich auf eine ganz andere Stelle. Aber ein paar Tage nach dem Abschicken meiner Bewerbung bekam ich einen Anruf von der Personalabteilung: Sie hätten ein spannendes Projekt, das viel besser zu meinem Profil passen würde. Und ich dachte mir: Okay, warum nicht? Ich kann es mir ja mal anhören.

Masterstudent Benjamin Henn in der Digital Abteilung bei STIHL.

Offensichtlich hat STIHL es geschafft, Sie für das Projekt zu begeistern.

Ja, definitiv. Ich hatte im Vorstellungsgespräch von Minute Eins an ein gutes Gefühl bei der Sache. Das lag allerdings nicht nur an dem Thema, sondern auch an den Baumstamm-Hockern auf denen wir saßen (lacht). Das war wirklich sehr sympathisch und bodenständig. Und klar, für jemand, der wie ich Wirtschaftsinformatik studiert hat, ist die Aufgabe, einen Chatbot für die Karrierewebsite zu entwickeln, wohl die perfekte Symbiose aus beiden Studienschwerpunkten.

Können Sie vielleicht in Ihren eigenen Worten kurz erklären, was ein Chatbot ist?

Ich probiere, es simpel zu halten (lacht). Also ein Chatbot ist ein System, das versucht die Absicht eines Nutzers zu erkennen. Sagen wir, du möchtest zum Beispiel mehr über einen Bewerbungsprozess erfahren. Du schreibst also in den Chat „Welche Bewerbungsunterlagen brauche ich?“. Im selben Moment durchsucht das System die Anfragen nach Schlüsselworten und gleicht sie mit den vorhandenen Informationen auf der Website ab. Heraus kommt dann eine Antwort, die so formuliert ist, als würdest du dich unterhalten. Das jetzt technisch genau zu erklären, würde wohl den Rahmen hier sprengen. Aber im Grunde geht es darum: Jemand kommt mit einer Frage in einen virtuellen Raum und trifft hier auf seine Antwort – und das 24/7.

Der Chatbot auf der Karriereseite von STIHL.

Was macht STIHL als Arbeitgeber für Sie so besonders?

Viele meiner Kommilitonen wollten für ihre Abschlussarbeit zu einem der großen Konzerne. Aber schaut man mal ein bisschen über den Tellerrand, dann entdeckt man Unternehmen, die mehr zu bieten haben. In denen man nicht nur ein kleines Rädchen im System ist. Bei STIHL hatte ich immer das Gefühl, dass ich als Person wahrgenommen werde, was Substanzielles beitragen kann und selbst als Student wie ein vollwertiger Mitarbeiter akzeptiert bin. Und so eine Einstellung spürt man ja schon bei Kleinigkeiten. Durch einen perfekt vorbereiteten Platz am ersten Tag, gemeinsame Mittagessen oder nette Gesten wie das Mitbringen von Kaffee. Auch mein Betreuer hat sich neben seiner Arbeit sehr viel Zeit genommen für mich, das hat mich wirklich beeindruckt. Insgesamt spüre ich einfach, dass hier alle was bewegen wollen und mit voller Kraft dabei sind. Das ist sehr motivierend.

Benjamin Henn auf dem Weg in die Digital-Abteilung von STIHL.

Zu guter Letzt: Wie fühlt es sich eigentlich an, einen Chatbot nach sich benannt zu bekommen?

Etwas Surreal. Mein Abschied von STIHL fiel durch Corona leider etwas anders aus als geplant. Das war wirklich schade, weil ich mich so gut in das Team integriert hatte. Umso mehr habe ich mich dann natürlich über diese Überraschung gefreut. Als ich meinem Professor und Betreuer den letzten Stand des Systems zeigte, stand da plötzlich: „Ich heiße Benni“. Ich war kurz perplex aber natürlich auch sehr stolz. Oft ist es ja eher so, dass man eine Abschlussarbeit schreibt und dann wird das, was man entwickelt hat, vielleicht noch überflogen, kurz gelesen und verstaubt aber letztendlich im Regal. Meine Arbeit hingegen ist jetzt für alle Nutzerinnen und Nutzer der Website sichtbar. Das ist schon eine Ehre. Und zeigt einmal mehr, mit welcher Wertschätzung bei STIHL miteinander umgegangen wird.

Vielen Dank für das Gespräch. Mal sehen, wo wir Ihren Namen noch lesen werden.