WARUM STIHL.

„Ich würde gerne mal mit Hans Peter Stihl essen gehen.“

„Ich habe STIHL als Schülerin kennengelernt, am Girls’ Day. Das war super, also habe ich hier ein Praktikum gemacht. Nach dieser Woche Praktikum stand fest, ich möchte eine Ausbildung zur Industriemechanikerin machen. Im ersten Ausbildungsjahr bleibt man bei STIHL in der Lehrwerkstatt, anschließend zieht man durch die Firma, von Abteilung zu Abteilung.

Am Ende der Ausbildungszeit waren dann verschiedene Stellen ausgeschrieben, unter anderem auch zwei in der Instandhaltung. Da habe ich mich dann gemeinsam mit einer Kollegin beworben. Natürlich haben wir uns dieser Aufgabe gewachsen gefühlt, dachten aber eigentlich nicht, dass wir groß eine Chance haben in dieser Männerdomäne. Und dann das – Sie haben uns tatsächlich eingestellt.

Aline Stolle bespricht sich mit ihrem Team am Tisch.

Natürlich war es am Anfang nicht gerade leicht, da man den Kollegen beweisen musste, dass man halt nicht das kleine Mädchen ist, sondern auch was draufhat. Das ist nun fünf Jahre her. Meine Aufgabe war es, an den Dreh- und Fräsmaschinen verschiedene Ersatzteile herzustellen, die dann meine „Jungs“ (so nenne ich meistens meine Kollegen) in den verschiedenen Fertigungsanlagen zur Störungsbeseitigung wieder einbauten. Das konventionelle Anfertigen von Ersatzteilen benötigt schon eine gewisse Fingerfertigkeit, mein Vorgänger hat das fast unglaubliche 50 Jahre gemacht! Ich hoffe, sein Erbe ist bei mir in guten Händen.

Nebenbei habe ich berufsbegleitend an der VWA-Hochschule in Stuttgart Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Heute muss ich sagen: Das war eine harte Zeit. Mittwochs und freitags ging es nach der Arbeit in die Abendschule, samstags musste ich auch noch ran. Aber es hat mir irgendwie nichts ausgemacht. Wir waren auch eine tolle Gruppe: 15 Studenten, die sich prima verstanden und aus verschiedensten Unternehmensbereichen kamen.

Aline Stolle arbeitet mit einem Kollegen in der Fertigung.

Nach dem Studium wurde ich in meiner Abteilung zur Planerin befördert. Ich arbeite jetzt eher im Hintergrund, erstelle neue Aufträge, bestelle Ersatzteile und plane die Einsätze der „Jungs“ bezüglich Wartungen und geplanten Reparaturen. Aber hauptsächlich bin ich Ansprechpartnerin für die Kollegen. Wenn sie Unterstützung bei der Reparatur einer Maschine brauchen, versuche ich, einen Monteur zur Unterstützung zu besorgen. Das macht mir schon Spaß, aber ich muss schon zugeben, mir fehlt die Werkstatt und würde manchmal am liebsten selbst wieder mit anpacken. Klar, ab und zu zicken wir uns an, wir stehen ja auch oft unter großem Druck, aber wir sind hier doch so etwas wie eine große Familie. Und wenn wir uns dann zum Mittag bei gutem Wetter raus an die Sonne setzen, ist das schon wieder vergessen.

Aline Stolle spricht mit einem Kollegen im STIHL Werk.

Als Ausgleich zu der vielen Computerarbeit brauche ich in meiner Freizeit viel Bewegung. Früher habe ich geturnt, zuletzt in einer Hobbymannschaft in Waiblingen, aber das musste ich an den Nagel hängen, als ich meine Bachelor-Arbeit anfing. Wenn die Zeit reicht, gehe ich gerne ins Fitnessstudio. Und ich bin im Fellbacher Carneval Club 1981 e.V. Ich bin Trainerin in der Maskentanzgruppe – wir sind die Weingeister. Unsere Kostüme nähen wir selbst und tragen dazu Holzmasken. Für mein „Häß“ (so heißt das Kostüm) habe ich in drei Monaten 650 Blätter (Blätter der Weinreben aus Filz) vernäht. Jedes Jahr kurz vor den Sommerferien fangen wir an zu trainieren und sind dann ab November bis Februar/März an den Wochenenden auf Tour.

Da ich derzeit noch in der Einlernungsphase bin, mache ich viele Überstunden und baue Gleitzeit auf, welche ich dann aber als Gleittag oder als zusätzlichen Urlaubstag, zum Beispiel für den Fasching, nehmen kann. Toll, dass das so flexibel geregelt werden kann.

Wenn ich hier bei STIHL einen Wunsch frei hätte, würde ich gerne mal mit Hans Peter Stihl Essen gehen, denn er ist für mich eine faszinierende Persönlichkeit und in gewissermaßen auch ein Vorbild.“