Digitales Matchmaking – die STIHL Start-up-Aktivitäten

STIHL öffnet sich für Kooperationen und investiert in Partnerschaften mit jungen Unternehmen.

Digitalisierung ist keine reine Angelegenheit der IT-Abteilung. Sie betrifft das gesamte Unternehmen – vom Vorstand bis zum Empfang. Digitalisierung heißt auch: sich öffnen, Neues wagen, experimentieren. So gesehen ist bei STIHL schon eine Menge passiert. Denn der Motorsägen und -gerätehersteller, der am liebsten seine Komponenten selbst fertigt, investiert seit einiger Zeit in die Zusammenarbeit mit Start-ups. Und ist damit Pionier.

Odi Dahan arbeitet hinter dem PC mit einem Kollegen.

Um die Venturing-Aktivitäten zu vereinfachen, wurde die STIHL Digital GmbH gegründet. Sie beteiligt sich an jungen Start-up-Unternehmen, die vielversprechende digitale Geschäftsmodelle entwickeln. Dabei gibt es zwei Wege, wie das konkret umgesetzt wird: Einer davon ist das reine Investment, um in dem Moment, in dem Entwicklungen ausgereift sind, über relevante Beteiligungen in der Lage zu sein, auf Wissen und Infrastruktur zugreifen zu können. Ein Beispiel dafür ist das Start-up Freiraum: Das innovative Unternehmen hat eine App entwickelt, mit deren Hilfe Landschaftsgärtner und andere Handwerker ihre Aufträge erfassen, dokumentieren und dann abrechnen können. Freiraum agiert heute eigenständig am Markt, während die Rolle von STIHL die des Investors und Advisors ist.

Internationales Team von Jan Schurkus arbeitet an Laptops.

Mehr als eine digitale Zweckgemeinschaft

Der andere Weg ist der der Entwicklungspartnerschaften: Hier fungiert das STIHL Venturing-Team als eine Art digitale Partnervermittlung. Sie bringt über mehrere Stufen einen Fachbereich oder ein Projektteam von STIHL mit einem geeigneten Start-up zusammen und begleitet besonders die Anfangsphase der Zusammenarbeit. Das „Händchenhalten“ ist insofern wichtig, da hier zwei Welten aufeinanderprallen. Großer internationaler Technologieführer trifft auf kleinen Grünschnabel, der in seiner Nische das absolute Sagen hat – da müssen beide Seiten lern- und kooperationswillig sein. Sind sie in der Regel auch, denn sie profitieren voneinander: Das Start-up will meist expandieren, das Unternehmen benötigt das hochspezielle Know-how für die Entwicklung einer Software- oder Datenbanklösung. Eine Win-Win-Situation würde man sagen, von der persönlichen Lernkurve jedes Einzelnen einmal abgesehen.

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